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„Das Wichtigste ist die Heilsvermittlung“ – Interview mit Apostel Thorsten Zisowski (Teil 1)

 

Thorsten Zisowski, der am 30. Juni 2019 durch Stammapostel Jean-Luc Schneider zum Apostel ordiniert wurde, gewährt in einem Interview einen Einblick in seine neuen Aufgaben. Nach rund acht Wochen im Apostelamt positioniert sich der 52-jährige Bochumer zu verschiedenen Themen. Im ersten Teil des Interviews geht es insbesondere um die Ordination in das Apostelamt und das Arbeitsprogramm des neuen Apostels.

Für das Interview stellte sich Apostel Zisowski nach dem Gottesdienst am Sonntag, dem 25. August 2019 zur Verfügung, nachdem er in der Gemeinde Essen-Rüttenscheid den Gottesdienstbesuchern gedient hatte. Die Fragen stellten Jugendliche aus dem Bezirk Essen.

Lieber Apostel, „plötzlich Apostel“ – ist das noch das im Moment vorherrschende Gefühl in dir, oder hattest du schon Zeit genug, um dich an die neue Aufgabe und Anrede zu gewöhnen? Du konntest den nun in den Ruhestand versetzten Apostel Wilhelm Hoyer zwar schon für eine Eingewöhnungszeit begleiten, aber reichte das aus?

Thorsten Zisowski: Also, wenn du mich fragst, ob ich mich schon an Amt und Anrede gewöhnte habe, dann muss ich sagen „nein“. Obwohl es nun schon rund acht Wochen her ist, ist vieles neu. Man macht vieles zum ersten Mal. Du fragst dich vor einer Heiligen Versiegelung: „Wie wird das sein?“ Jetzt habe ich schon 15 Seelen versiegeln können. Und Amtsveränderungen. Man findet sich ein wenig hinein, gewöhnt daran habe ich mich aber noch nicht.

Die Zeit mit Apostel Wilhelm Hoyer habe ich genossen. Das darf ich wirklich sagen. Ich denke, wir haben dasselbe Bild von Apostel Hoyer – ein gründlicher, liebevoller Mann, der mir auch ermöglichen wollte, viele Glaubensgeschwister, Gemeinden und Bezirke im Vorfeld kennenzulernen. Das ist natürlich ein bisschen gelungen, aber ich glaube, ich hätte ein Jahr lang mit ihm reisen können. Dann hätte ich immer noch nicht das Empfingen gehabt, „ja“ sagen zu können, dass die Zeit ausgereicht hätte.     

Der Bereich Nordwest mit den Bezirken Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Niederrhein und Ruhr-Emscher bildet dein zu betreuendes Gebiet – das heißt, du bist nun für 81 Gemeinden verantwortlich. Um die Gemeinde in Kleve zu besuchen, wirst du rund 110 Kilometer für eine Strecke zurücklegen. Treibt dir das die Schweißperlen auf die Stirn, wenn du an deinen Job als Geschäftsführer eines kommunalen Entsorgungsunternehmens und den Amtsauftrag denkst?

Thorsten Zisowksi: Nun, erst mal zu dem Bereich – er ist flächenmäßig der Kleinste, aber ich glaube verkehrstechnisch einer der Anspruchsvollsten. Das ist schon gerade unter der Woche eine Herausforderung. Du weißt, um 19:30 Uhr geht das Licht an – wirst also erwartet – und dann solltest du auch da sein. Das ist für den Mittwoch - und wir haben ja auch Gemeinden, in denen am Donnerstag der Abendgottesdienst stattfindet - schon eine Herausforderung, die ich mit meinem Büro abgestimmt habe. Das heißt, dass ich mit meiner Sekretärin ein Agreement abgeschlossen habe, nach 16 Uhr keine Termine mehr anzunehmen. Jetzt kann ich um 16 Uhr nicht nach Hause gehen, aber so kann ich doch versuchen, um 17 Uhr nach Hause zu fahren, den Anzug zu wechseln. Und dann kann ich nur hoffen, dass Google Maps sagt: „Freie Fahrt“ und ich die Gemeinde dann pünktlich erreiche. Man muss das schon so ein bisschen gegeneinander ausjonglieren, denn der Beruf nimmt auf die kirchliche Tätigkeit ja keine Rücksicht.

1993, als du zum Priester ordiniert wurdest, wirktest du zunächst in der Gemeinde Hattingen. Seit November 2013 warst du als Bezirksvorsteher für die Gemeinden in Bochum verantwortlich. Dass du mal als Apostel für die Verbreitung des Evangeliums berufen sein würdest, hättest du dir bestimmt auch nicht erträumt. Was sagen denn deine beiden noch jugendlichen Söhne dazu?

Thorsten Zisowski: Das kann ich bestätigen – ich hätte niemals erwartet, Apostel zu werden. Ich hätte auch nicht gedacht, mal Bezirksältester zu werden oder Vorsteher einer Gemeinde zu sein. Aber meine Prägung war, und so habe ich das in den Jahren versucht umzusetzen: Wenn du gerufen wirst, bist du auch da!

Was haben meine Söhne gesagt? Im Alter von 17 und 19 nimmt man manches ja auch ein bisschen flapsig auf und zuhause wurde dann gesagt: „Papa, wenn du dann dein Upgrade hast...“ – das war so eine Formulierung, die Verwendung fand. Ich muss aber auch sagen, dass meine Söhne trotz ihres jugendlichen Alters durchaus über die Bedeutung des Amtes ein klares Bild haben. Und nicht nur meine Frau und ich haben tief durchgeatmet, sondern meine Söhne auch.

Kommen wir zu dem Moment, als Du mit Dimitrios Diniz und Stefan Pöschel vor Stammapostel Jean-Luc Schneider knietest und durch Handauflegung das Apostelamt empfangen hast. Was ging in diesem Moment in dir vor, an welche Empfindungen kannst du dich noch erinnern? Mut, Freude und Glaubensüberzeugung – diese Begriffe fielen in der Ansprache zur Ordination. Auf was dürfen sich die Gläubigen in deinem dir anvertrauten Bereich freuen?

Thorsten Zisowski: Ich kann gar nicht ein Empfinden herausgreifen, denn das ganze Wochenende war geprägt von vielen Empfindungen. Wir konnten ja am Tag vor dem Festgottesdienst eine Feierstunde mit dem Stammapostel und allen aktiven Aposteln in Dortmund erleben. Vor der Ordination haben wir zukünftigen Apostel ein Amtsgelöbnis abgelegt, und allein diese Momente waren sehr bewegend und sind sehr tief gegangen. Und ich habe eins bemerkt: Je mehr dieses Wochenende fortschritt, desto ruhiger wurde ich. Auch bei der Ordination war Ruhe, war Frieden und ich habe bemerkt, dass sich etwas verändert hat, ohne dass ich das mit Worten beschreiben kann. Der Stammapostel hat ja sehr liebevoll und gewaltig gepredigt. Er hat uns vorher in der Ansprache noch einmal ein besonderes Drei-Punkte Programm mitgegeben – du hast ein paar Begriffe genannt, die eine große Rolle spielen. Ja, das versuchen wir umzusetzen, und wie ich es heute im Gottesdienst erwähnt habe, so ist es dem Stammapostel sehr wichtig: Ich möchte viele schöne Dinge mit meinen Glaubensgeschwistern erleben, ich möchte mich mit ihnen freuen. Wir werden aber auch Momente erleben, in denen wir zusammen weinen werden, aber das Wichtigste ist die Heilsvermittlung! Die Dinge zugänglich zu machen, die wir alle brauchen, um das Ziel zu erreichen. Das ist mein Arbeitsprogramm.  

31. August 2019
Text: Holger Zepper
Fotos: Holger Zepper

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